Grußwort des Schirmherren Peter Weck

Liebe Gäste,
Liebe Mitwirkende von "Sister Act"

aus eigener Erfahrung weis ich, dass die Aufführung eines Musicals immer ein schwieriges Unterfangen ist. Wenn eine Amateurgruppe ein solches Projekt verwirklicht, und das vorwiegend mit Kindern und Jugendlichen, so ist dieses Engagement immer unterstützungswürdig. Es freut mich, wenn mit Kindern und Jugendlichen kreativ und kulturell gearbeitet wird.

Mit "Sister Act" hat sich die Internationale Theatergruppe "Pinocchio ´90" auf eine besondere Herausforderung eingelassen. Ein vorhandenes Musical in eigener Inszenierung auf die Bühne zu bringen ist eigentlich schon schwierig genug. Aber auf der Grundlage von den zwei gleichnamigen Filmen Sister Act ein bühnenreifes Musical zu schreiben, verdient meinen, und liebe Gäste, auch Ihren Respekt.

Die turbulenten Handlungen und Verstrickungen in Sister Act haben viele Parallelen zu den Windungen des wirklichen Lebens. Die besinnliche und auch emperamentvolle Musik, insbesondere die Gospel und der Chorgesang haben es mir besonders angetan, nicht zuletzt, weil ich ja auch mal ein Kirchenchorknabe war.

Aus diesem Grunde und weil kulturelle Arbeit mit Kindern und Jugendlichen immer förderungswürdig ist, habe ich gerne die Schirmherrschaft von "Sister Act" übernommen.

Ich wünsche allen Mitwirkenden, einen großen Erfolg und das ihr Einsatz vom Publikum entsprechend belohnt wird und alle nach der Aufführen sagen können:

"O happy day".

Ihr

Peter Weck

Eine himmlische Karriere

Deloris, eine zweitklassige Nachtclubsängerin, wird Zeugin eines Mordes. Der Mörder ist ihr bisheriger Geliebter Vince LaRocca, ein einflussreicher und skrupelloser Gangster

Bis jedoch der Prozess beginnt, muss die Polizei sie vor dem Ex-Geliebten und seinen Killern Joey und Willy verstecken - hinter Klostermauern. Aus vielen Gründen fällt es der lebenslustigen Deloris schwer, unter den strengen Augen der Mutter Oberin zu Schwester Mary Clarence zu "mutieren".

Doch die schnell entstehende Freundschaft mit den anderen Nonnen, vor allem der schüchternen Mary Robert und der aufgeweckten Mary Patrick, macht ihr das Einleben in die ungewöhnliche Maskerade leichter. Und sie findet auch eine sinnvolle Beschäftigung - als Leiterin des Nonnenchores. Ihrem Talent und ihrem Engagement ist es zu danken, dass zeitgemäße Rhythmen und Texte Eingang in den Gottesdienst finden. Plötzlich füllen sich die Kirchenbänke. Ihr Ruf dringt selbst bis zum Papst, der seinen Besuch ankündigt. Inzwischen aber hat Vince den Aufenthaltsort seiner Ex-Geliebten herausgefunden ...

Zu der hochkarätigen Besetzung gehören die Britin Maggie Smith, wie Whoopi eine Oscar-Preisträgerin, und natürlich der wandlungsfähige Harvey Keitel in einer der wenigen komischen Rollen seiner legendären Karriere.

Für ihre Rolle nahm Whoopi Goldberg extensiven Gesangsunterricht. Regisseur Emile Ardolino, dessen Debutfilm "Dirty Dancing" ein Megahit war und der auch bei "Drei Männer und eine kleine Lady" Regie führte, stammte aus New York und starb 1993 im Alter von 50 Jahren an den Folgen seiner Aids-Erkrankung.

In göttlicher Mission

Nach ihrem unfreiwilligen Klosteraufenthalt ist die farbige Nachtclubsängerin Deloris ins Showbusiness zurückgekehrt. Eines Abends erhält sie ungewöhnlichen Besuch:
Die Schwestern Mary Patrick, Mary Robert und Mary Lazarus bitten sie im Namen der Mutter Oberin um einen Gefallen. Erneut soll Deloris in die Nonnentracht schlüpfen, um als Musiklehrerin "Mary Clarence" an der St. Francis High School in San Francisco eine aufmüpfige Schulklasse zu bändigen.

Dem Oberhaupt der Schule, Pater Maurice, sowie dem Verwaltungsdirektor Crisp erzählen die Nonnen, die neue Schwester sei Gefängnisseelsorgerin in Louisiana gewesen.
Eine Schülerin macht es Deloris besonders schwer, im Unterricht Fuß zu fassen - Rita ebenso begabt wie verstockt. Um die Klasse neu zu motivieren gründet Deloris einen Chor.
Ungefähr zur selben Zeit erfährt sie per Zufall, dass St. Francis aus finanziellen Gründen geschlossen werden soll. Daraufhin will sie mit ihrem neuen Chor beim alljährlich stattfindenden Musikwettbewerb des Staates Kalifornien auftreten.
Aber während die Vorbereitungen für den Wettbewerb auf Hochtouren laufen, wird Deloris' wahre Identität aufgedeckt ...

Musikalisch-komödiantische Fortsetzung von "Sister Act" - nach der "himmlischen Karriere" ist die unvergleichliche Whoopi Goldberg hier "In göttlicher Mission".
Thomas Gottschalk ist in einer kleinen Rolle als Küchenchef Pater Wolfgang zu sehen, der immer nur bayerische Wurstspezialitäten serviert.
Teenie-Star Jennifer Love Hewitt spielt eine der Schülerinnen der Musikklasse. Wie in "Sister Act - Eine himmlische Karriere" singt Whoopi Goldberg alle ihre Lieder selbst.


Warum Sister Act?

Entwicklung der Vereinsaktivitäten

Seit 1990 hat Pinocchio neben unzähligen kleineren Auftritten und Engagements nach und nach Großprojekte inszeniert.

Nach dem Märchen Pinocchio führte der Verein 1992 mit Cinderella erstmals ein 2stündiges Bühnenstück auf, bei dem über 50 Kinder mitwirkten. In den folgenden Jahren wurden verschiedene Musicals mit großem Erfolg aufgeführt.
In Kinder-Cats 1995 und 1996 wirkten über 60 Kinder und Jugendliche mit. Erstmals erfolgte eine Pinocchioaufführung bei der alles, Gesang und Music (Kinder-Cats-Combo) komplett live waren.
Der Verein war sich einig, dass dieses mit Kinder-Cats einmal geschaffene Niveau für die künftigen Projekte Ansporn und Herausforderung sein müsse. Seither ist bei den Musicals von Pinocchio alles live.
Das Musical Oliver 1997 und 1998 stellte besondere Herausforderungen an das Orchester ( 24 Mitwirkende) sowie an das Bühnenbild (2 Bühnen, 4 Bühnenbilder) und an die 120 Kostüme.
Die über 70 Darsteller waren von 5 bis 55 Jahre alt.
Waren bei Oliver hauptsächlich Kinder und Jungendliche sowie junge Erwachsene in den Rollen zu sehen, so besetzten bei dem nachfolgenden Musical Dschungelbuch vorwiegend Kinder die Rollen.

Der Verein hat mittlerweile das positive Problem, dass er sich vor Anfragen von Kindern und ehemals mitwirkenden Kindern –heute Jugendliche oder Erwachsene- kaum mehr retten kann.
Um diese beiden Gruppen gerecht zu werden, wurde ein Musical gesucht, in dem sowohl Kinder als auch Jugendliche/Erwachsene mitwirken können.

Dies war jedoch nur einer von vielen Aspekten.


Warum Sister Act?

Im Vorstand des Vereins bestehen ständig Überlegungen, welche Projekte zum Vereinszweck passen und in Frage kommen.

So machte schon vor einigen Jahren unser musikalischer Leiter den Vorschlag, ein eigenes Musical zu inszenieren und schlug Sister Act vor.

Für Sister Act sprach, dass sowohl Kinder als auch Jugendliche und Erwachsene mitspielen können. Auch, dass mit Gospelliedern ein Musical der besonderen (himmlischen) Art entstehen soll.
Auf der Grundlage der beiden Filme Sister Act I und Sister Act II mit Whoopi Goldberg wurde ein Musical geschrieben.

Neben der Zusammenstellung einer Musik-Combo mussten die Lieder ausgesucht und die Arrangements geschrieben werden.
Gleichzeitig wurde das Drehbuch und das Libretto geschrieben.
Als erste Sponsoren gewonnen und die Finanzkalkulation erstellt war, fanden zwei Casting statt. Regisseur, Chorleiter und Stimmbildner sowie ein Choreograph sichteten und beurteilten die Bewerber/innen nach ihren Fähigkeiten und Talenten und Neigungen.
Die insgesamt achtmonatigen Proben begannen im Januar 2003 und enden mit der Generalprobe im September.
Zwischenzeitlich wird das Bühnenbild entworfen, die Kostüme geschneidert und die Licht- und Tontechnik auf die Inszenierung abgestimmt.
Darüber hinaus sind ungezählte Dinge zu organisieren die von vielen, lieben, netten und idealistischen Menschen erledigt werden wie z.B. Plakate kleben, Flyer verteilen, Logo entwerfen, Eintrittskarten verkaufen, Werbung, Programmheft erstellen, Anträge schreiben, und, und, und...

Am Beginn eines Projektes wissen wir, dass eine riesige Arbeit und vor allem vieles Unvorhergesehenes vor uns liegt. Dies hat uns nie geschreckt. Wir haben immer an die Kinder und Jungendlichen und auch an uns selbst geglaubt. Uns macht die Arbeit Spaß. Wir wünschen uns als Lohn, dass es uns gelingt, mit dem Musical Sister Act dem Publikum und den Darstellern Freude zu bereiten.

Fotos: